25 Fragmente „schweben“ chaotisch in einem weißen Rahmen. Nur von zwei spezifischen, vier bzw. fünf Meter entfernten Standpunkten aus fügt sich das scheinbare Durcheinander zu einem geschlossenen Ganzen: unserem Globus.
„Mutter Erde“ bietet je nach Standpunkt zwei gegensätzliche Visionen: eine intakte, lebensspendende Welt oder eine durch Kriege, Ausbeutung und Naturkatastrophen nahezu zerstörte Erde; letztere mit einem Verweis auf das Matthäus-Evangelium (7,6 – „Perlen vor die Säue“).
Beide Ansichten wurden mit Hilfe digitaler und KI-gestützter Bildverfahren konstruiert; auch um die ökologischen und ethischen Spannungsfelder dieser Technologien zu reflektieren.
Die räumliche Konzeption macht den „Weitblick“ zur ethischen Herausforderung: Welche Perspektive nehme ich ein - und welche blende ich aus?
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