Walk of Art 2026 • Mörlenbach

Mutter Erde

25 Fragmente „schweben“ chaotisch in einem weißen Rahmen. Nur von zwei spezifischen, vier bzw. fünf Meter entfernten Standpunkten aus fügt sich das scheinbare Durcheinander zu einem geschlossenen Ganzen: unserem Globus.

„Mutter Erde“ bietet je nach Standpunkt zwei gegensätzliche Visionen: eine intakte, lebensspendende Welt oder eine durch Kriege, Ausbeutung und Naturkatastrophen nahezu zerstörte Erde; letztere mit einem Verweis auf das Matthäus-Evangelium (7,6 – „Perlen vor die Säue“).

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Beide Ansichten wurden mit Hilfe digitaler und KI-gestützter Bildverfahren konstruiert; auch um die ökologischen und ethischen Spannungsfelder dieser Technologien zu reflektieren.

Die räumliche Konzeption macht den „Weitblick“ zur ethischen Herausforderung: Welche Perspektive nehme ich ein - und welche blende ich aus?

Materialien

Holz, PVC-Hartschaumplatten, Draht, Metall, Lack

Maße

ca. 2,30 m (H) x 1,20 m (B) x 1,30 m (T)

Urheber

Dr. Martin Wessner, Mörlenbach

Dein Kommentar zu diesem Exponat

Bisherige Beiträge (2)

T. R.
09.06.2026 22:38
Wie kommen Sie nur immer auf diese Ideen? Perfekt konstruiert und ausgerichtet - nur der Wind stört etwas! (Aber das ist halt open air so).
Familie S.
09.06.2026 22:16
Wir freuen uns jedes Jahr auf dem Walk of Art besonders auf diesen Beitrag. Der erzwungene Perspektivenwechsel ist mittlerweile schon fast ein Markenzeichen. Man sucht schon fast automatisch nach den Punkten, von denen man den perfekten Blick hat, wie man es aus den Vorjahren - besonders dem LOVE-HATE kennt. Das Motiv mit der zerstörten Erde und dem Bibelzitat gibt der optischen Täuschung diesmal eine sehr ernste, tiefgründige Note.